Diabolic Rezension

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TITEL: Diabolic – Vom Zorn geküsst
AUTOR: S.J. Kincaid
VERLAG: Arena
SEITENZAHL: 481
PREIS: 18,99€

[…], dass alles ein wenig nach Star Wars klingt.

Inhalt

Nemesis ist eine Diabolic. Sie ist eine Waffe und sogar die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Sie wurde geschaffen, um einen einzigen Menschen zu schützen und dafür soll sie sogar töten. Nemesis wurde geprägt auf Sidonia , hegt aber keine richtigen Gefühle für sie, denn sie weiß, dass Diabolics nicht fühlen können. Am imperialen Kaiserhof trifft Nemesis, getarnt als Sidonia, auf den Thronfolger Tyrus, den alle für verrückt halten. Nemesis baut eine Bindung zu ihm auf und schnell wird klar, dass Diabolics durchaus emotional werden können…

Meinung

Fang ich mal mit dem Anfang des Buches an. Ich war ein wenig verstört, muss ich gestehen. Ich hatte aus der Inhaltsangabe ja schon raus gelesen, dass es wahrscheinlich viel um das Töten geht, aber wie genau das beschrieben wird, wusste ich nicht. Die ersten 15 Seiten verliefen dann ungefähr so:

Meine Stiefel landeten krachend auf seinem Hinterkopf und zersplitterten ihm den Schädel. […] Mein Handballen rammte sich in seinen Nasenknorpel und trieb diesen direkt ins Gehirn.

Na gut, also ich gucke ja auch gerne Serien wie The Walking Dead, aber verwirrt war ich trotzdem ziemlich. Damit habe ich nun nicht gerechnet. Ist aber auch nicht schlimm, für Überraschungen bin ich immer zu haben, gerade was das Lesen angeht.

Nach den blutigen Erkenntnissen ging es erstmal ein wenig schleppend für mich weiter und fragte mich: Ist dieses Buch überhaupt was für mich? Die Antwort dazu gibt es dann später.

Zunächst fand ich heraus, dass alles ein wenig nach Star Wars klingt. Es gibt ein Imperium, Raumschiffe und verschiedene Planeten. Ungewöhnlich für ein Buch, aber da ich auf solchen Kram eigentlich auch stehe, geht das für mich in Ordnung.

Entsprechend verblüfft waren wir alle, als Wochen später ein Raumschiff aus den Tiefen des Alls eintraf.

Und nun zur Wende und warum dieses Buch, doch so unglaublich spannend wurde. Die Charaktere sind perfekt. Sowie Nemesis, Tyrus oder auch der Kaiser. Diese Spannung, die über das Buch herrscht, ist genial. Es passiert ständig etwas neues, außergewöhnliches und total unerwartetes. Da das Buch sehr fiktiv ist, sind die Möglichkeiten groß, um gewisse Spannung aufzubauen und stetig zu halten.

Angekommen im Kaiserreich, wird klar, dass die Menschen dort Abschaum sind. Rauschmittel haben Nemesis nichts an und sie kann froh sein, dass die Freunde vom Kaiser- Devineé und Salivar – nicht die Chance ergreifen, Nemesis in einer Salztherme zu vergewaltigen. Sie war auch nicht die erste bei der sie es versuchten, jedoch die erste bei der sie scheiterten.

»Wie amüsant es sein wird, die Impyreanererbin zu entjungfern. Wenn das nicht unser bisher größter Triumph ist.«

Das Beste von dem ganzen Buch, war aber -wie immer- die Liebesgeschichte. Tyrus und Nemesis sind Zucker. Die Verwandlung von Nemesis ist unglaublich. Wir lernen sie kennen als wirkliches Monster, dass nicht davor abschreckt, jeden brutal zu ermorden. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich zu einem verantwortungsvollen Mädchen, dass sich sogar eine Bestie namens Bezerk anschafft, aber nicht um sie gegen andere kämpfen zu lassen, wie alle anderen aus dem Imperium. Stattdessen kümmert sie sich um Bezerk, als wäre es ein Haustier. Ebenso beeindruckend ist die Entwicklung ihrer Gefühle zu Tyrus. Aus einem Deal mit Tyrus, den Kaiser zu erledigen, wurde Liebe.

Sein klatschnasses Haar klebte am Kopf, das Wasser ran über seinen kantigen Kiefer und floss durch das Kinngrübchen. Und mir kam eine seltsame Idee: Ich hatte gelernt, Schönheit zu erkennen – könnte ich sie dann nicht überall erkennen? Vielleicht auch im Gesicht eines anderen?

Fazit

Mein Fazit? LESEN LESEN LESEN! Mit knapp 500 Seiten hat man ein wenig zu tun, lohnt sich aber definitiv. Ich konnte es nach den ersten 100 Seiten gar nicht mehr weglegen. Alles ein wenig verrückt und mega außergewöhnlich, aber das macht es irgendwie so interessant und spannend. Die Geschichte ist so umfangreich und detailliert geschrieben, da frage ich mich immer: wie kommt man solch geniale Ideen? Bleibt mir wohl immer noch ein Rätsel. Die Hauptsache ist, dass es hoffentlich mein Leben lang noch solche Autoren geben wird. Viel Spaß beim Suchten!